Swissair-Absturz vor Halifax – Episode 2: Wie Angehörige mit dem Verlust lebten
Shownotes
Am 2. September 1998 stürzte Swissair-Flug 111 vor Halifax ab, 229 Menschen starben. Der Kinofilm «111 – Echoes from Halifax» erzählt die Geschichte der Katastrophe. Walter Kälin, ehemaliges Swissair-Geschäftsleitungsmitglied und Stiftungsratspräsident von Carelink, betreute damals die Angehörigen. Im Podcast blickt Luftfahrtjournalist Stefan Eiselin zudem auf drei weitere Flugkatastrophen mit Schweizer Bezug zurück: die «Tante Ju», die Kollision über dem Bodensee und den Globe-Air-Absturz bei Nikosia. Entstanden ist der Podcast in den Studios von Ringier, in Zusammenarbeit mit C-Films und Aerotelegraph.
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt am ersten Oktober ist es soweit, dann startet der neue Kinofilm One Eleven Echoes from Halifax.
00:00:06: Da geht es um den Absturz einer Swissair-Maschine im Jahr nineteenhundert achtundneunzig.
00:00:12: Damals sind alle zweihundert und zwanzig Menschen an Bord ums Leben gekommen.
00:00:16: Der neue Schweizer KinofILm von Mauro Müller ist ein berührendes Drama über Verlust, die Erinnerung zeigt aber auch wie Menschen mit so einem Schicksalsschlag umgehen.
00:00:39: Wer von euch hat Special Assistance Training abgeschlossen?
00:00:42: Machen Sie bereit für einen Flug nach Helifex, um der Familie
00:00:46: zu
00:00:57: helfen.
00:01:17: Wir haben damals nach dem Absturz der Swissair-Maschine die Kehrteams gearbeitet.
00:01:22: Wie haben sie damals die Angehörigen betreut?
00:01:25: Darüber spreche ich gleich mit einem Zeitzeugen.
00:01:27: und vorher blicken wir auf weitere schweizerische Flugzeugkatastrophen, Züricher Luftfahrtjournalisten Stefan Eiselin und wir beginnen in den neunzehnten Hundertsechzigerjahren mit dem Absturz der Glob-R Maschine.
00:01:42: Was war die Glob R für eine Airline?
00:01:45: In den Sechzige Jahren kam das Chartergeschäft auch in der Schweiz auf, weil es war neu oder dass man quasi ... Man nannte die auch scherzhaft ein bisschen Touristenbomber.
00:01:56: also man hat massenweise Touristen Urlaubsdestination geflogen.
00:02:01: Die Tickets waren viel günstiger als bei den klassischen Airlines, die damals ja noch eigentlich fast alle staatlich waren.
00:02:10: Wir hatten geschützte Märkte und es gab keine Konkurrenz.
00:02:14: Und die Charter-Fluggesellschaften hatten dann dieses Geschäft für sich entdeckt und die waren dadurch billiger, dass sie einfach sehr viel mehr Leute mit weniger Komfort transportiert haben.
00:02:31: Und Globe war so eine Gründung aus dieser Zeit ist heute eigentlich nicht mehr so bekannt hat auch mit diesem Absturz zu tun, den wir jetzt kurz haben schauen.
00:02:43: Ja dann gehen wir mal zurück ins Jahr nineteenhundertsechzig.
00:02:46: es ist der zwanzigste April eine Bristol Britannia.
00:02:49: Der Globe Air ist auf dem Weg von Bangkok nach Zürich.
00:02:53: das war damals noch kein Direktflug so wie man's heute kennt.
00:02:56: also wie ist der Flug bis zum Absturz verlaufen?
00:03:00: Es ist eben wie du gesagt hast, also früher ist man nicht bis weit in die achtziger Jahre oft nicht nonstop geflogen sondern man hat einen Zwischenhalt gemacht.
00:03:10: Das hat auch mit deinen Reichweiten zu tun.
00:03:12: so ein Teil hat man aber auch Routen zusammengelegt weil es einfach zu wenig Nachfrage gab für einzelne Streckensegmente.
00:03:19: Also das war ganz normal.
00:03:21: Die sind von Bangkok.
00:03:23: via Colombo Mumbai und Cairo wollten wir nach Basel, glaube ich was.
00:03:33: Das ist eine lange Reise, das war im Chartergeschäft und das Problem war dass bei dieser Zwischenlandung in Cairo geplante Zwischenländer in Cairoc war sehr schlechtes Wetter und da musste sich der Pilot dann entscheiden, was sie jetzt macht.
00:03:51: Und es sollte danach zu Zyper gehen?
00:03:54: Genau!
00:03:55: Eigentlich schon das ein bisschen komisch damals, weil das ist etwas was vorher von der Fluggesellschaft festgelegt wird unter vom Piloten.
00:04:04: Was ist mein Alternativflughafen falls ich irgendwo nicht landen kann?
00:04:09: Da spielt natürlich immer eine Rolle.
00:04:10: wie ist er ausgerüstet?
00:04:12: Ist die Piste genug lang und was sind dafür auch technische Fähigkeiten da vom Flughafen.
00:04:23: Auch Hotels dann, oder?
00:04:27: Ja, das ist alles wichtig und eigentlich wäre damals, es klingt vielleicht heute ein bisschen komisch, Beihut vorgesehen gewesen, aber wo das Wetter auch gut war, der Pilot von dieser Bristol-Britannia von Glowbärder entschied sich nach Nikosia zu pflegen, damals noch einen Flughaften.
00:04:46: man kennt ihn heute eigentlich als Geisterflughafen weil er liegt in diese dem militarisierten Zone in Zypern.
00:04:53: Sein Geisterflughafen war damals aber der wichtigste Flughafen Zypers.
00:04:58: Okay, also da hat die Kuh versucht zu landen... Aber das hat nicht funktioniert!
00:05:03: Was ist so schiefgegangen?
00:05:04: Das Wetter war auch grauenhaft in Nikosia als die landen wollten.
00:05:10: Die haben es versucht einmal und dann haben sie einen Durchstart durchgezogen.
00:05:15: Dann sind sie ein zweites Mal wieder angeflogen hat wieder nicht geklappt.
00:05:21: Und dann muss man sehen, dass die hatten einen dritten Versuch und dann kommen mehrere Aspekte dazu, die dann schlussendlich zum Unglück geführt haben.
00:05:32: Also Nicosia ist eigentlich in einer Ebene, hat aber auf einer Seite Berge oder es gibt in Zypern doch relativ hohe auch Berge?
00:05:40: Und Nicosias hat auf einer seite höhere Berge Und das wurde ihnen zu über verhängen ist.
00:05:48: Gleichzeitig hatten mal die Piloten, hatten ihre Dienstzeit schon um fast drei Stunden überschrecken können.
00:05:58: Kannst
00:05:59: sagen Schweinemüde.
00:06:02: Die hatten ihre Dienstzeit überschritten, die waren müde.
00:06:05: es ist eine Stresssituation das Wetter ist schlecht du siehst nichts bei der Landung Du hast zweimal einen landeversuch gemacht Es geht nicht!
00:06:13: Du weißt auch irgendwann geht der Treibstoff zu Neige.
00:06:17: Das ist ein extremes Stress-Szenario dass Sie hatten.
00:06:20: In der Prinzip ist das dann auch schon die Ursache.
00:06:22: Genau, also die haben es nochmals versucht sind zu niedrig angeflogen und sind dann in einen dieser Berge gestürzt.
00:06:31: Was hat er für Folgen?
00:06:32: Also erst mal müssen wir sagen einhundert sechsundzwanzig Menschen sind uns leben gekommen vier haben überlebt.
00:06:37: also tragisches Flugzeug Unglück.
00:06:40: was bedeutet das für die Globe Air?
00:06:43: Es ist eines der doch größeren Unglückherrlich mit Schweizer Gesellschaften muss man sagen bis heute.
00:06:50: Also, tödlichsten muss man sagen.
00:06:53: Glober hat sich nie mehr richtig erholt von diesem Schlag weil der Name war kaputt, er war verbunden mit einem diesem schrecklichen Unglück dann auch noch mit Pilotenversagen oder Fehler die gemacht wurden oder wie falscher Alternativflughafen Dienstzeit überschritten.
00:07:12: es kann nachher heraus dass der Co-Pilot keine gültige Lizenz mehr hatte.
00:07:17: also sind Dinge die sind heute eigentlich total total undenkbar.
00:07:22: Aber das ist damals auch noch so mehr wildweste Kultur in der Luftfahrt oder man hat weniger genau hingeschaut, es war dieser Aufbruch in dieser Charterwelt und das hat dazu
00:07:36: geführt.".
00:07:37: Dann kommen wir jetzt zu einer tragischen Katastrophe an die Sie sicher noch vieler erinnern können – die Flugzeugkatastrophe von Überlingen.
00:07:45: Stefan was ist da passiert?
00:07:46: am ersten Juli
00:07:49: Ein absolut tragisches Unglück über dem Bodensee bei Überlingen.
00:07:54: Es waren zwei Flugzeuge unterwegs an jedem Abend und auch hier wieder am Ende eine Verkettung unendlicher verschiedener Umstände, die dazugeführt hat dass diese zusammengestoßen sind das einundsiebzig Menschen gestorben sind.
00:08:08: Das war zum einen eine Tuplev- two hundred fifty von Vashkirin Airlines Airline in Russland.
00:08:18: Da waren vor allem Kinder an Bord, die schulische geglänzt haben und die bekamen einen Urlaub gespendet im Barcelona.
00:08:29: Und das andere war ein Frachflugzeuger, eine Boeing SIEMV-Sieben von DHL unterwegs in die Querrichtung von Bergamo nach Brüssel.
00:08:40: Ja und da muss man ja eigentlich sagen, die waren auf derselben Flughöhe unterwegs?
00:08:43: Genau!
00:08:44: darf per se schon im Her sein, aber ist eigentlich nicht weiter tragisch.
00:08:48: Weil es gibt TICAS eine System verbaut in den Flugzeugen und dieses TICA-System hätte eigentlich dafür sorgen müssen dass die Flugzeuge nicht in der Luft zusammenprallen Aber am Ende kam's anders.
00:09:00: warum?
00:09:01: Muss vielleicht kurz erklären was TICAs ist das er quasi Antikollisionssystem Das ist ein automatisches System.
00:09:09: lange bevor man schon von künstlicher Intelligenz gesprochen hat Erkennt die Flugzeuge automatisch, die Flugzeugesprechen miteinander über Datenverbindung und gibt den Flugzeugen automatische Anweisungen was sie tun sollen beziehungsweise die Piloten tun soll.
00:09:30: Und damals war aber nicht genau geregelt wer eigentlich das letzte Wort hat.
00:09:36: ist es dieses System oder ist es der Fluglodse?
00:09:41: Da liegt genau dann das Problem bei diesem Zwischenfall.
00:09:45: Also die waren beide auf Flugfläche, Flugfläche dreihundertsechzig unterwegs.
00:09:50: Das sind dreihundzechs ... Entschuldigung!
00:09:54: Sechsunddreißigtausend Fuß also ungefähr elf tausend Meter.
00:09:58: und die beiden Flugzeuge, die sind auch für eine Kreuzungskurs oder beim Bodensee?
00:10:05: Und jetzt hat der Lohze hat dem ein gesagt, er soll sinken.
00:10:12: Aber gleichzeitig hat Ticas gesagt, es soll steigen und der Pilot hat sich nach dem Losen gerichtet.
00:10:21: Genau!
00:10:22: Das war damals auch so geregelt oder?
00:10:25: Heute ist es ganz anders.
00:10:26: heute hat Tica's immer Vorortritt.
00:10:29: Also
00:10:29: wenn das Flugzeug sagt, du fliegst jetzt bitte runter da macht der Pilot das einfach?
00:10:33: Genau!
00:10:33: Dann muss er es brauchen.
00:10:35: Es gibt keine Diskussion mehr.
00:10:36: Okay.
00:10:37: Jetzt haben wir den Fluglotsen im Prinzip angesprochen also was im Cockpit los gewesen ist.
00:10:40: Das können wir uns jetzt ungefähr vorstellen.
00:10:43: Was war denn bei der Skyguide los?
00:10:45: Bei der Schweizer Gesellschaft die für die Flugsicherheit am Himmel zuständig ist?
00:10:49: Also ziemlich viel war los.
00:10:53: Diverse Mängel, zum Beispiel war die Telefonanlage an diesem Abend ausgeschaltet.
00:10:59: Weil sie musste technisch überholt werden.
00:11:01: der Lodze fand das zwar eigentlich nicht ideal aber hat gedacht ja also es muss jetzt halt sein.
00:11:09: Auch dieser Lotse war übermüdet, weil quasi gleichzeitig verschiedene Dinge passierten.
00:11:15: Also er hatte einerseits diese beiden Flugzeuge zu beachten, muss man auch noch sagen das war in der Nacht, also es war kurz vor Mitternacht als das passiert ist.
00:11:24: Da gab's eine... Die Schweizer Flugsicherung ist für diesen Sektor auch über dem Bodensee und Süddeutschland zuständig.
00:11:32: Es gab noch eine Landung im Friedrichshafen die auch von diesem Zentrum bei Zürich gesteuert werden musste.
00:11:40: Das war dem Lotzen nicht bekannt und plötzlich kam da noch das dazu, es gab ergonomische Probleme dass er an zwei Stationen arbeiten musste also mit seinem Stuhl musste immer hin und her.
00:11:53: gleichzeitig war sein Kollege genau in diesem Moment in der Pause weil er hat eine längere Schicht.
00:12:01: aber sein Kollege war in der pause und aufgrund dessen Hat er nicht mehr alles im Griff gehabt.
00:12:10: Er hat nicht mehr Alles klar gesehen und durch diese Lande noch in Friedrichshafen, die ihm auch sehr viel abverlangt haben, hat er nicht gemerkt dass sie jetzt auf Kollisionskurs sind.
00:12:23: Also da sieht man es wieder eine Verkettung unglücklicher Umstände?
00:12:26: Absolut das ist eigentlich wie meistens als passieren menschliche Fehler oder das muss man sagen sind sehr selten wirklich technische Fehler die zu einem Absturz führen.
00:12:36: Vielleicht jetzt bei Swiss-Einhundert und Elf war es ein bisschen anders, da ist eigentlich der Grundursache technisch.
00:12:43: Das ist aber relativ selten oder es geht immer darum wie man darauf reagiert?
00:12:49: Genau das war auch hier so oder dass?
00:12:52: Ja und bei diesem Flugzeugunglück von Überlingen muss man sagen auch da alle Passagiere ums Leben gekommen, auch die Besatzung der DHL-Maschine.
00:13:02: Und dann kam es noch zu einer Tragödie nach der Tragöd über man so will.
00:13:06: Der Vater eines der Opfer tötete den Fluglotsten und genau darum geht's in dem Spielfilm Überlingen.
00:13:49: Das war eine Ausschnitt aus dem Spielfilm Flug in die Nacht, das Unglück von Überlingen und die Macher diese Streifen haben jetzt den neuen Film One Eleven Echoes from Halifax produziert.
00:14:01: Läuft ab dem ersten Oktober in den Kinos hier in der Schweiz.
00:14:05: Stefan aber noch mal zurück zum Fall überlingen.
00:14:08: Jetzt haben wir im Spielfilm die Tat des Vaters gesehen eines Vaters was es damals tatsächlich passiert.
00:14:17: Es ist eine ganz tragische Situation, ein ganz tragisches Unglück.
00:14:22: Eigentlich das nur Verliere kennt.
00:14:25: der Täter aus Baschkirien dieser Vitaly Karoliev hat ja beim Unglücks seine beiden Kinder verloren und seine Frau verloren.
00:14:37: Der saß mit seiner Trauer da und konnte damit nicht umgehen.
00:14:42: Er hat eigentlich alles skanalisiert auf diesen Lotsen.
00:14:46: Der dasselbe, der war freigestellt seit Monaten, saß zu Hause auch immer eine Belastung, wusste nicht wie sie mit ihm beruflich weitergeht.
00:14:57: Der war noch nicht so alt hatte zwei junge Kinder Und Karolev hat ihn abgepasst vor seinem Haus eigentlich und hat ihn niedergestochen.
00:15:08: Wahnsinn!
00:15:08: Also es ist wirklich eine schreckliche Tat, er wurde nachher verurteilt, saß auch im Gefängnis, wurde nacherfreigelassen wieder und wurde zu Hause sogar gefeiert.
00:15:19: dann, hat sogar noch bei der Lokalegierung noch irgendeinen Posten bekommen.
00:15:26: aber am Ende muss man sehen einfach nur Verlier absolut traurig
00:15:31: absolute Tragödie und damit zu einem Flugzeugabsturz, der noch gar nicht so lange her ist.
00:15:37: Die Meldung erreichte uns vor einer Stunde.
00:15:39: ein Flugzeug ist in dem Bündner Alpen abgestürzt.
00:15:42: nach Einschätzung und mehrerer Aviatikexperten handelt es sich um eine U-五zig auch
00:15:47: tante Jugendland.
00:15:49: Abgestürzte ist die mehrplätzige Maschine am Pizzenias oberhalb vom Flims
00:15:53: offenbar auf einer Hochebene
00:15:55: auf über zweitausend Metern.
00:15:58: Ein erstes
00:15:59: Bild zeigt die Trümmer der Maschine.
00:16:01: Gemäß Kantonspolizeigraubünden
00:16:03: ist ein Großaufgebot der Rettungskräfte im
00:16:05: Einsatz,
00:16:06: darunter drei zivile Helikopter und zwei Helikoptter der Rega.
00:16:10: Die U-U-Ure hat Platz für bis zu
00:16:13: siebzehn
00:16:14: Passagiere.
00:16:15: Die Maschine war normalerweise
00:16:16: in Dübendorf stationiert...
00:16:18: ...und flog
00:16:18: von dort und dem
00:16:19: Berner
00:16:19: Oberland
00:16:20: aus rundflüge.
00:16:22: Da haben wir die U-u-Uren fifty eben schon hier in diesem Tagesschau-Stück gesehen.
00:16:26: Was war das für ein Flugzeug?
00:16:28: Völlig im Gegensatz zu SWISS A-A-Einhundertelf, wo es ein modernes Flugzeug war.
00:16:34: Wirklich an der Spitze der damaligen Technik ist.
00:16:38: die U-五 ist quasi eine Erntequität oder die wurde in den dreißig Jahren gebaut.
00:16:44: auch dieses Flugzeug das verunglückt ist Das ist ein Oldtimer, den man wirklich noch aus Nostalgiegründen für Rundflüge genutzt hat.
00:16:54: Das haben Firmen gemietet für Personalfeste, für PR-Flüge mit guten Kunden Hochzeitsgruppen.
00:17:05: Das war einfach ein Ereignis das mit so einem Flugzeug fliegen kann.
00:17:09: Das Flugzeug macht richtig Lärm!
00:17:11: Das vibriert!
00:17:12: Es sieht auch speziell aus.
00:17:13: man kennt es auch diesen Ton oder vielleicht auch zum Teil noch aus früheren Spielfirmen.
00:17:19: Also es ist richtig laut?
00:17:23: Also es schüttelt auch, wenn man drin ist.
00:17:25: Ich bin einmal mit so einer geflogen also kotztütte brauchst du da.
00:17:30: Oha!
00:17:31: Am vierten August zwei tausend achtzehn startete die U-Zweiundfünfzig dann am Nachmittag in Locano.
00:17:36: ziel war Dübendorf.
00:17:38: was ist beim überqueren der Alpen passiert?
00:17:41: Es sei das war ein klassischer Sommertag oder wo.
00:17:45: es war schönes Wetter aber wie es oft in den Bergen ist.
00:17:49: Es ziehen langsam Gewitterwolken auf, weil sich die Massen der Alpen herhitzen.
00:17:54: Das war auch da so und das sind ehemalige Piloten mit riesiger Erfahrung auf Linienmaschinen und im Militär.
00:18:06: Also die waren Luftwaffenpiloten.
00:18:08: Die konnten richtig fliegen aber vielleicht kurz nachher noch später.
00:18:12: Das wurde dann auch zum Problem.
00:18:14: also sie In der Nähe des Bids Senjas sind sie Richtung Senjaspass in ein Tal hinein geflogen.
00:18:23: Aber sie sind viel zu niedrig, viel zu direkt also gerade reingeflogen und haben nicht berechnet dass man eigentlich immer wieder aus diesem Tal rauskommen muss wenn man nicht über den Pass kommt.
00:18:37: Genau das wurde ihnen zum Verhängnis.
00:18:39: Also man muss eigentlich immer schauen, dass man noch eine Kurve fliegen kann und durch dieses Tal auch wieder raus kann.
00:18:46: Und wie konnte denn das passieren?
00:18:48: Wenn du sagst ist es so grandiosen Piloten gewesen sind die sehr sicher auch gewesen sind.
00:18:53: Die sind sehr erfahren.
00:18:55: auf den Flugzeugen die sie hatten gleich wurde ihnen das genauso quasi bei der Armee und bei Swiss & Swiss Air.
00:19:05: Von dem her waren die erfahren, also die hatten eine Zehntausende von Flugstunden.
00:19:10: Aber nicht auf der U- zweiundfünfzig und diese U- Zweiundfünftig fliegt sich einfach anders.
00:19:16: was muss mehr machen?
00:19:17: da gibt es ganz wenig Technik drin vergleich zu heutigen Flugzeugen.
00:19:22: dann haben sie gewisse Dinge falsch eingeschätzt.
00:19:27: im Untersuchungsbericht heißt auch Überschätzung der eigenen Fähigkeiten liegt eigentlich auch hier nahe oder weil man das eigentlich immer lernt, dass man einen quasi Plan B haben muss.
00:19:41: Und was dann passiert ist, ist eigentlich, dass sie genau in diesem Talkessel wo sie drin waren, haben sich den Auftrieb verloren, weil es plötzlich... Es gab wieder.
00:19:52: sehr oft ist wenn man über ein Pass geht also über eine Bergklippe, gab es Aufwinde, es gab aber gleichzeitig auch Abwinde und Am Anfang hat das dazu geführt, dass der Auftrieb noch gut ist.
00:20:04: Wenn die geändert haben plötzlich war der Auftriebe nicht mehr da sie konnten nicht mehr reagieren und es gab einen sogenannten Strömung Sabris.
00:20:14: Das heißt wenn die Luft im falschen Winkel über den Flügel geht gibt's keinen Auftrieb mehr Und dann fällt ein Flugzeug eigentlich wie in Stein zu Boden, weil es gibt nichts mehr was es nach oben hält.
00:20:29: Sie waren auch zu langsam unterwegs eigentlich für die Möglichkeit zu tief.
00:20:35: sie waren wirklich zu niedrig in diesen Talkessel eingeflogen und das kamen noch einige Dinge zum Vorschein.
00:20:41: Okay, zwanzig Menschen sind beim Absturz dieser EU-Zweinfünfzig ums Leben gekommen.
00:20:46: Und jetzt hast du ja auch gerade gesagt, du hast auch mal so einen Rundflug gemacht mit so einem historischen Flugzeug.
00:20:51: gibt es?
00:20:52: So etwas heute noch?
00:20:53: oder war das im Prinzip das Ende dieser besonderen Luftfahrt wenn man so will?
00:20:57: Es war also hinter Schweiz.
00:20:58: was definitiv das Ende ist wurde nachher verboten.
00:21:02: Man könnte zwar noch als Verein das mit Vereinsmitgliedern unterzeichnen, dass sie wissen in was sie einsteigen.
00:21:12: Aber du kannst nicht mehr mit Oma und Opa und Tante Martha so einen Flug einfach machen am Sonntag.
00:21:20: Das geht nicht mehr!
00:21:21: Weil man hat auch gemerkt, dass verschiedene Mängel da waren.
00:21:24: also da waren zum Teil Erwartungsdokumentationen die er nicht gemacht wurde Weil das dann doch am Ende zwar ein Unternehmen war, aber sehr viele Freiwillige, die
00:21:36: wirklich
00:21:37: gut gearbeitet haben.
00:21:39: Viel gearbeitet habe, aber es war einfach keine professionelle Organisation.
00:21:43: Sie haben Mängel nicht den Behörden gemeldet, Zwischenfälle nicht gemeldert.
00:21:47: Es fehlten zum Teil technische Voraussetzungen... Man hat nachher auch gemerkt, dass bei diesen Flugzeugen zum Teil Korrosion gab.
00:21:56: Die hatten ja mehrere U- Likewise nicht nur die abgestürzte.
00:22:00: man hatte einfach noch auf der ganzen Linie gesehen das eigentlich hier auch von den Behörden vielleicht ein bisschen weggeschaut worden ist weil diese Leute ja so enthousiastisch waren.
00:22:10: es war eine sehr erfahrene Piloten und alle hatten auch Freude, dass diese u- Likewise sich noch flogen.
00:22:16: So Stefan, jetzt haben wir über drei Flugzeugabstürze gesprochen die in Verbindung mit der Schweiz stehen oder sogar hier stattgefunden haben.
00:22:23: Jetzt bist du als Luftfahrtjournalist auch viel mit dem Flugzeug unterwegs.
00:22:27: Mit welchem Gefühl steigst du unseren Flugzeug?
00:22:29: Weil die letzten Minuten waren jetzt nicht sehr positiv!
00:22:33: Ich freue mich jedes Mal ich fliege sehr gerne.
00:22:37: Ich verstehe dass Leute Flugangst haben können per se weil man ist in einer relativ engen Röhre auf zehn zwölftausend Metern.
00:22:48: Man kann nichts machen, man ist ausgeliefert aber es ist so dass die Luft vernach wie vor das mit Abstand sicherste Transportmittel ist sicherer als Schiffsfahrten und vor allem sicher als das eigene Auto.
00:23:04: oder man weiß das auch aus Untersuchung.
00:23:08: oder achtzig Prozent der Leute haben das Gefühl Sie ist ein überdurchschnittlich guter Autofahrer.
00:23:15: Es geht nicht, oder das ist ein bisschen tramparitmetig?
00:23:19: Das geht nicht auf!
00:23:20: Es passieren Unfälle und die Leute überschätzen sich.
00:23:24: Und von dem her sollte man ja auch immer eigentlich.
00:23:26: die Fahrt zum Flughafen ist der gefährlichste Teil der Reise.
00:23:32: Und das ist definitiv so.
00:23:34: Danke dir Stefan.
00:23:36: Bei jedem Absturz bleiben trauernde Angehörige zurück.
00:23:39: Sie nach so einem Schicksalsschlag, so gut es geht zu betreuen ist hier in der Schweiz die Aufgabe von Careteams.
00:23:47: Unter anderem werden sie gestellt von Kerling und ich spreche jetzt mit Walter Kerlin.
00:23:52: Er war früher in der Geschäftsleitung der Swissair als Flug-Einhundertelf abgestürzt ist.
00:23:58: Danach ist er viele Jahre der Leiter von Kerlin gewesen.
00:24:03: Hallo Walter Kerling!
00:24:05: Hallo, guten Morgen.
00:24:06: Damals nach dem Absturz von Swissair-Einhundertelf sind Kehrteams zum Einsatz gekommen.
00:24:11: Seit wann gibt es die eigentlich?
00:24:13: Es gab's noch nicht richtig.
00:24:16: Die Ausgangslage war, dass die TVA ein paar Jahre vorher ein großes Unglück hatte und das Transportation Safety Board in den USA hat entschieden, dass bei einem so großen Ereignis die Angehörige nicht alleine gelassen werden können und dann entschieden wurde.
00:24:30: man muss, wenn man als Airline in den USA fliegen will ein Kehrteam braucht.
00:24:37: Diese Basis wurde genommen und bei Swissern hat man angefangen einen Kehr-Team aufzubauen, Strukturen zu machen wie sich vorbereiten auf ein möglichst großes Ereignis.
00:24:47: und wir haben dann knapp drei Monate vor dem Eregnis selber, also ist es unter Delph abgestürzt, so eine erste kleine Übung gemacht.
00:24:56: Wie geht man mit Angehörigen in so einer extremen Situation eigentlich um?
00:25:00: Gibt es da überhaupt die richtigen Worte, die man finden kann?
00:25:04: Nein das ist nicht.
00:25:05: Man findet nicht die richtige Worte.
00:25:07: aber wichtig ist und unsere Care Team und Caregiver werden auch ausgebildet auf diesem Thema was geht darum vor allem bei diesen Menschen zu sein ihnen zu zeigen dass sie nicht alleine sind dass sie beschützt sind, dass sie einem sicheren Ort sind und dass sie vor allem Informationen kriegen.
00:25:26: Weil das ist dann bei einem solchen Unglück enorm wichtig, Informationen zu bekommen.
00:25:30: Das ist am Anfang das Allerwichtigste!
00:25:32: Jetzt
00:25:32: haben Sie die Ausbildung gerade angesprochen.
00:25:34: wie werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von CARE Teams ausgebildet?
00:25:38: Also bei CARE Link ist es so... dass wir für die notpfapsychologischen Einsätze, Notpfapsychologie und Psychologen haben.
00:25:46: Die eine Studie hat eine Psychologie und eine Zusatzausbildung in Notpfapsychologie.
00:25:51: Diese sind dann für die Personen da, die sehr stark betroffen sind im Einzel- und im Kleinerreignis.
00:25:56: Dann haben wir Kerrgeber, das sind rund dreihundertfünfzig bei uns bei KERLING, die werden ausgebildet in ersten akut Interventionen mitzumachen.
00:26:06: Schauen wir noch mal auf den Absturz von Swissair-Einhundertelf.
00:26:10: Damals sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Swissair nach Halifax, nach Kanada geflogen und haben da die Hinterbliebenen betreut – auch das ist Thema im neuen Kinofilm One Eleven Echoes from Halifex!
00:27:12: Herr Kelli, wie wichtig ist es für Angehörige an dem Ort zu sein wo ihre Hinterbliebene uns leben gekommen sind?
00:27:19: Das ist sehr wichtig für die Verarbeitung eines Sachserreignisses individuell und bei einem Flugzeugabsturz umso mehr, weil die Personen ja nicht mehr physisch da sind leider.
00:27:32: Dass man sie gar nicht nach Hause nehmen kann und beerdigen kann sondern die gar nicht mehr existieren.
00:27:37: bei diesem Absturz sowieso bei High Facts ist es ganz wichtig dorthin zu gehen, wo es passiert ist.
00:27:43: In der Nähe zu sein, wo die Leute die Personen verunglückt sind und dort Abschied nehmen.
00:27:49: Das ist ein ganz wichtiger Teil der Verarbeitungs solches Ereignis.
00:27:53: Weil das für die Hinterbliebenen greifbarer ist, zu verstehen was passiert ist, weil bei so einem großen Flugzeugabsturz ja eigentlich unvorstellbar ist dass so ein Flugzeug aus dem Himmel runter fällt?
00:28:04: Also greifbares schwierig!
00:28:06: Es ist unglaublich schwierig.
00:28:07: Jeder Mensch verarbeitet Erreignisse anders.
00:28:10: Wichtig ist aber, dass man miteinander.
00:28:12: alle Angehörigen waren eigentlich dort.
00:28:14: Wir haben sehr viele Angehürige nach Halifax geflogen um dort Abschied zu nehmen und das ist auch so ein Ritual.
00:28:21: was man braucht wie jedes Mal braucht wenn eine Beerdigung ist oder sonst eine Situation besteht wo niemand verabschiedet ist es dort enorm wichtig.
00:28:32: dort wo das genau passiert ist sich zu verabscheiden und miteinander zu trauen Da zu sein.
00:28:38: Aber ich stelle mir vor, das muss für die Angehörigen ja auch extrem belastend sein dann in ein Flugzeug zu steigen.
00:28:43: Zu wissen... Ich mache jetzt im Prinzip genau das was mein geliebter Mensch, meinen Mann und mein Kind gemacht hat.
00:28:51: also diesen Moment dann in einen Flugzeug gesteigen stelle ich mir auch extrem anspruchsvoll vor.
00:28:55: Das sieht man auch im Film.
00:28:57: Eine E-Veraute kommt nicht mit, der Ehemann ging allein.
00:29:01: Das ist okay, das ist normal wie es ist.
00:29:05: trotzdem Es ist fast nie passiert, dass die Leute nicht ein Flugzeug steigen.
00:29:09: Generell ist das eine der sichersten Transportmittel.
00:29:15: Man hat schon Überwindung.
00:29:17: Darum sind die Personen begleitet worden von Kergiven und Mitarbeitenden von Swissair, die bei ihnen waren, um ihnen Schutz und Unterstützung zu geben.
00:29:29: Das hat geholfen!
00:29:31: Was würden Sie rückblickend sagen?
00:29:32: Wie wurden die Angehörigen von Swiss Air Flug-Einhundert Elf betreut.
00:29:37: Die Beangehörige wurden so gut betreuert, wie das möglich war in dieser Zeit vor allem weil wir alle neu in diesem Gebiet auch waren dass gar nicht zu bekannt haben was eigentlich das heißt.
00:29:47: es ist dann halt wirklich auch unterstützen und helfen mit dem wenigen Wissen dass wir vorher hatten wie man mit Personen ungehn sie so etwas erlebt haben.
00:29:57: Die Unterstützung war sehr groß, auch unser Engagement.
00:30:01: Wir alle von SWISSER haben versucht das Beste zu machen für unsere Kunden und das hat uns auch geholfen weil wir haben die Rückmeldung von Kunden oder auch von den Menschen in der Schweiz.
00:30:12: Das hat uns selber als Kehrgeber unglaublich unterstützt und wir sind getragen worden von der Gesellschaft und haben das auch an diese Personen die betroffenen Orden weiter gegeben.
00:30:23: Vielleicht noch einmal ganz allgemein, was unterscheidet so ein Fall wenn jetzt eine Person alleine irgendwie stirbt.
00:30:30: Ich sage jetzt mal beim Autounfall und wenn wir uns einen Flugzeugabsturz angucken wo mehr als zweihundert Menschen ums Leben kommen?
00:30:37: Wo ist da der Unterschied bei der Betreuung der Angehörigen?
00:30:41: Was macht da den Unterschied aus?
00:30:43: Also Unterschied von der Bedrohung selber gibt es keine weil die Personen haben einen Verlust zu beklagen der passiert ist und eigentlich ist das gleiche.
00:30:54: Die Personen haben die gleichen Reaktionen, zeigen die gleichen.
00:30:58: Menschen reagieren aber auch alle immer anders wie.
00:31:01: wir wissen nicht, wie Personen reagieren.
00:31:02: Da heißt es einfach gut hinhören oder da zu sein für die Personen.
00:31:07: Und das ist dann unabhängig ob ein großes Ereignis oder ein kleines.
00:31:11: Bei einem großen Eregnis wie bei den Zwischen war das halt das Thema dass wir uns Wir mussten Strukturen schaffen.
00:31:17: Wir konnten nicht mit hundert Kerven nach Halifax fliegen und einfach anfangen zu betreuen, da muss man wirklich definieren wer betreut wer wie lange wir betreuten.
00:31:28: Wie hat man Rückfallebenen?
00:31:31: All diese Struktur haben wir dann gebaut und genutzt und das wurde dann auch später in den Ausbildungen wieder eingefroßen.
00:31:38: Das war das Grosse.
00:31:40: also die Größe des Unglücks hat mit Struktur auch zu tun.
00:31:44: Und was bei so einem großen Unlück natürlich auch ist, ein unglaubliches Medieninteresse.
00:31:48: So ist es damals auch gewesen?
00:31:50: Was bedeutet das für die Hinterbliebenen wenn im Prinzip an jedem Flughafen sich Kameras stehen und darauf warten, Hinterbliebene dann zu filmen?
00:31:58: Ja, das ist eine riesige Belastung für dich hinterblieben.
00:32:03: darum und da sieht man auch heute versucht man die Menschen sehr schnell aus diesen öffentlichen Zonen wegzubringen an einen sicherer Not, wo sie auch geschützt sind.
00:32:13: Das war vielleicht noch nicht so schlimm, weil es keine Social-Media ist.
00:32:18: Heute war das ein bisschen einfacher.
00:32:20: Aber wichtig ist schon, dass man die Leute mit diesem Thema von externen Journalisten belastet und sie auch wirklich betreut und abschämt.
00:32:31: Und wir sagen auch unseren Personen, die betreute werden auch immer, schaut doch nicht gleich nach jedem, aber noch in den Fernsehen und zahlt euch das noch hundertmal an!
00:32:41: nimmt auch Zeit und Abstand zu einem solchen Reignis.
00:32:45: So ein Flugzeugabsturz ist ein internationales Ereignis, da sind Passagiere aus ganz unterschiedlichen Ländern.
00:32:51: dann in so einem Flugzeug trauern Menschen, sage ich jetzt mal in Zentral-Europa anders als zum Beispiel in China?
00:32:59: Also das war eine Komplexität die Sie vorhin schon gefragt haben in einem grossen Reign, das war international.
00:33:06: Es waren über eine Tausend Fünfhundert Personen, die wir betreut haben.
00:33:09: In Neujahr, King Enf in Zürich, in Hongkong war auch eine große Gruppe an Bord.
00:33:14: Also das der Internationalität Sprachen war ein Riesenthema.
00:33:18: Auch Religion und Zugehörigkeit ist ein Thema.
00:33:21: Aber generell, am Anfang reagiert der Mensch immer gleich.
00:33:25: Wir sind alle gleich gebaut, ob wir von China oder Afrika oder Europa sind.
00:33:29: Die Reaktionen sind immer gleich nach einem Ereignis und diese Reaktion ist ganz normal.
00:33:34: Und die sind überall gleich.
00:33:36: Was aber nachher mitspielt bei der Verarbeitung ist sicher auch ... die Zugehörigkeit zu gewissen, Ädnien, Religionen – wo dann auch hilft ein solches Erreignis zu verarbeiten.
00:33:46: Das ist wichtig und da muss man auch mithelfen unterstützen, dass man in diesen Bereichen auch unterstützt und auch trauern
00:33:54: kann.".
00:33:54: Wo endet eigentlich die Arbeit von CARE Teams?
00:33:57: Schau mal!
00:33:58: Bei diesem Swisser Unglück waren wir bis im Jahr two-thausend und drei hatten wir ein sogenanntes Post-Amergency-Programm, wo Franz Bucher und Richard Frey haben das.
00:34:08: Wir haben das noch weiter organisiert.
00:34:10: Das war Teil der ganzen Verarbeitung, weil ja nebenan war ich auch noch die Fehlerursuche.
00:34:16: Was ist überhaupt passiert?
00:34:18: Aber wir haben dann bei so einem großen Reignis wurde ein ganzes Jahr gebraucht oder mehrere Jahre gebrauchten mal die Effekte und die Teile, die man im Flugzeug gefunden hat, die den Angehörigen gehörten, dass man die auch zurückbringen konnte.
00:34:33: Auch wieder ein Teil ... für die Verarbeitung sehr wichtig.
00:34:36: Wir haben es im Film gesehen, der Vater, der das Bildband von seinem Sohn gefunden hat.
00:34:42: Das alles ist enorm wichtig auch wieder zu verarbeiten und das hat Jahre gedauert.
00:34:47: und da hatten wir Hilfe von großen Organisationen, die das ganze Flugzeug eigentlich mehr oder weniger geborgen haben.
00:34:53: Und das war natürlich eine ganz wichtige Sache bis eigentlich den Abschlussbericht ausstand in dem Jahr drei.
00:35:00: Und wir haben dann jedes Jahr auch Reisen wieder organisiert.
00:35:04: Wir haben eine Gedeckstätte aufgebaut, die dann eingeweiht wurde, gerade zwei Jahre später, wo auch wichtig viele Leute sind gekommen und so bei zehnjährigen, fünfzehnjährigen Jubiläum hat man das immer wieder organisieren.
00:35:19: Jetzt ist es ruhig geworden aber es braucht lange für ein großes Ereignis zum Verarbeit.
00:35:24: Jetzt
00:35:24: habe ich es gerade schon ein bisschen rausgehört.
00:35:26: Es ist für die Angehörigen total wichtig dann auch zu erfahren, warum das Flugzeug abgestürzt ist?
00:35:31: Das sehen wir im Film auch da wo die Swissers immer wieder angehen.
00:35:35: Da waren schon Nachfragen was genau passiert
00:35:38: wie wir ja
00:35:39: auch.
00:35:39: Also es sind nicht nur die Personen die dort ins Leben gekommen sind und die An gehören haben die Fragen gestellt und auch die Swisser mit dabei sind natürlich auch.
00:35:48: Und diese Gewissheit war es wirklich passiert.
00:35:52: Das ist auch ein wichtiger Teil, um solches Erreignis zu verarbeiten.
00:35:56: Und das hat Jahre gedauert!
00:35:57: Wie verarbeiten denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Careteams solche Ereignisse, solche Fälle?
00:36:03: Ja, es ist auch wichtig weil die Teams sind sehr nahe dran, sie werden zum Teil auch persönlich betroffen, die Schicksale sind sehr hart... Was wir bei uns machen, dass wir nach einem Ereignis je welche Art gibt es ein sogenanntes Debriefing wo man die Personen abholt fragt wie sie ihnen geht.
00:36:22: Wie ist der Einsatz gelaufen?
00:36:24: Was kann man besser machen auch das ist dabei und dann halt wirklich paar Tage später nochmals fragen wie geht's bis du fit genug wieder in einen Eregnis zu kommen immer wieder aus den Weiterbildungen anbieten um solches auch besser zu verarbeiten und so mitzumachen für die Zukunft.
00:36:41: also das ist ein ganz wichtiger Time.
00:36:43: Fragen zum Schluss.
00:36:44: Was haben Sie aus dem Absturz von Swissair-Einhundertelf gelernt?
00:36:51: Wir haben gelernt, dass wir ein solches großes Reignis bei der Swissair meistern konnten trotz der Schwierigkeiten und trotzdem das alles neu war.
00:37:00: Wir haben die Strukturen, die wir dort benutzen konnten oder aufgebaut haben, sich bewährt.
00:37:06: Wie konnten diese Informationen und diese Strukturen auch weiter anbieten in späteren Jahren, wo es wieder Ereignisse gab?
00:37:14: Und wie haben wir das bei Kerlin-Quicklich auch in den Schulungen eingebaut.
00:37:17: Also wir haben unglaublich viel gelernt!
00:37:19: Die Lernkufe war unglaublich steil.
00:37:22: aus einer kleinen Übung ist die Realität geworden.
00:37:25: Das haben wir mitgenommen.
00:37:26: Das hat viel Sicherheit auch gegeben für die späteren Reignisse, wo dann auch wieder passiert sind bei den Kerlenkörpern und anderen Herdiensten.
00:37:36: Der neue Kinofilm One Eleven Echoes von Halifax der Feiert Premiere erst am neunzwanzigsten September jetzt beim Zürich Filmfestival.
00:37:44: Sie durften den Film vorab schon sehen?
00:37:47: Wie hatte er gefallen?
00:37:49: Ja es ist ein schwerer Film.
00:37:51: Es empfiehlt viel über diese Thematik zeigt wie Menschen nach einem solchen riesigen, unerwartender Regis umgehen.
00:37:59: Und zwar über eine längere Zeit und die Thematik und Begebenheiten waren von mir auch sehr gut dargestellt was auch noch gut ist.
00:38:09: es hat eine gewisse Perspektive gegeben.
00:38:11: das ist nicht einfach nur diese Trauer da die war wichtig aber es hat ein bisschen Zuversicht gegeben auch gegen Schluss immer haben.
00:38:21: Wir müssen zuversichtlich sein, wenn wir in Menschen betreuen und in einen Einsatz gehen und diese Zuversicht, wenn die nicht mehr da ist dann ist viel verloren das es ganz ganz schwierig wird.
00:38:31: aber das hat der Film dann wie aufgenommen und gesagt es gibt eine
00:38:36: Zukunft.".
00:38:36: Das klingt also nach einer absoluten Kuckempfehlung?
00:38:39: Genau!
00:38:40: Dankeschön Walter-Killinen für die Einblicke und für ihre wichtige Arbeit.
00:38:44: Danke.
00:38:48: tragische Art und Weise durch den Flug Swissair-Einhundertelf sind damals zweihundertundzwanzig Menschen ums Leben gekommen.
00:38:57: Im neuen Kinofilm One Eleven, Echoes from Halifax von Mauro Müller – da geht es um die langfristigen Folgen dieser Flugzeugkatastrophe!
00:39:06: Und der Film zeigt auch wie die Menschen mit diesem Schicksalsschlag umgehen und dass sich daraus tatsächlich sogar ganz neue Perspektiven ergeben haben….
00:39:16: One Eleven Echoes from Halifax jetzt ab Ersten Oktober im Kino.
Neuer Kommentar